VERGLEICH VON DREAD DISEASE UND BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG
Unterschiede und Überschneidungen von Dread-Disease- und Berufsunfähigkeitsversicherungen
Dread-Disease-Versicherungen bieten sich als Ergänzungen zu Berufsunfähigkeitsversicherungen an – schließlich sind zum Beispiel im Falle von Herzinfarkten die Überlebenschancen gestiegen und dabei auch die Anzahl der Fälle, bei denen der Patient nach einiger Zeit wieder seiner Arbeit nachgehen kann.
Berufsunfähigkeitsversicherungen erbringen ihre Leistungen nur dann, wenn tatsächlich eine längerfristige Unfähigkeit vorliegt, dem Beruf nachzugehen. Dread-Disease-Versicherungen greifen hingen schon bei dem bloßen Eintreten des Schadenfalls – egal, ob der Patient schnell wieder gesund wird oder nicht.
Auch mithilfe der gesetzlichen oder einer privaten Unfallversicherung kann nicht das Risiko abgedeckt werden, welches Dread-Disease-Versicherungen mit einer expliziten Berücksichtigung von Unfällen abzusichern vermögen. Die gesetzliche Unfallversicherung erbringt nur dann Leistungen, wenn der Unfall auf der Arbeit oder auf dem Weg von oder zu dieser passiert bzw. es sich um eine Berufskrankheit handelt. Sie übernimmt zwar Leistungen zur Rehabilitation sowie Lohnersatzleistungen, letztere allerdings in Form einer Rente, die nicht die gleiche Entlastung schafft wie eine hohe Einmalzahlung aus einer Dread-Disease-Versicherung. Die private Unfallversicherung deckt zwar im Gegensatz zu der gesetzlichen Unfallversicherung auch den privaten Bereich ab, bezieht sich aber auch auf die dauerhafte Leistungsbeeinträchtigung, welche bei Dread-Disease-Versicherungen keine Rolle spielt. Hier ist die Auszahlung der Versicherungssumme lediglich an das Ereignis und nicht primär an die Folgen gebunden.
Dread-Disease-Versicherungen bieten also eine gute Möglichkeit, sich zusätzlich gegen diejenigen Risiken abzusichern, die von einer Berufsunfähigkeits- und einer Unfallversicherung nicht übernommen werden und sich im Falle des Falles auf eine unmittelbare Einmalzahlung verlassen zu können.
| Charakteristika | Gesetzliche Unfall- versicherung |
Private Unfall- versicherung |
Berufsunfähigkeit- versicherung |
Dread-Disease- Versicherungen |
| Leistungen bei | Unfällen im Bereich der Erwerbstätigkeit |
Unfällen im privaten Bereich (z.B. durch Sport) |
Unfällen und andauernden Krankheiten, die zur Invalidität führen |
dem Auftreten gelisteter Krankheiten, akuter Ereignisse sowie Krankheits- folgeerscheinungen (je nach Versicherungs- unternehmen) |
| Form der Leistungen | Übernahme von Rehabilitationskosten (medizinisch und berufsfördernd), Geldleistungen |
Einmalige Kapitalleistung oder Rentenzahlungen |
Einmalzahlung oder Rente bei dauerhafter Erwerbs- unfähigkeit |
Ausschließlich Einmalzahlungen |
| Zweck | Finanzielle Risiken absichern, die durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten entstehen |
Finanzielle Risiken absichern, die durch Unfälle im privaten Bereich entstehen |
Finanzielle Risiken absichern, die durch Ereignisse entstehen, die durch Unfälle und andauernde Krankheiten entstehen |
Finanzielle Risiken, die durch Krankheiten entstehen absichern (z.B.: Verdienstausfall, Finanzierung einer Ersatzkraft bei Selbständigen) |
| Gesundheits- prüfung |
nein | Kein Check oder ein geringer |
Ja, wobei bereits das Vorhandensein von Vorerkrankungen zur Ablehnung führen kann |
Ja, wobei
insgesamt die Chancen auf die Gewährung des Versicherungs- schutzes besser sind als bei Berufsunfähigkeits- versicherungen |
Was Dread-Disease-Versicherungen von Risikolebensversicherungen unterscheidet, erfahren sie auf der letzten Seite unseres Vergleichs der verschiedenen Versicherungsarten:
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