WAS TUN BEI BERUFSUNFÄHIGKEIT?

Wie sollten Versicherungsnehmer im Falle einer Berufsunfähigkeit vorgehen?

Im Versicherungsfall gilt der Grundsatz: Der Antrag sollte möglichst umgehend und schriftlich eingereicht werden. Verzögerungen sorgen oft dafür, dass der Versicherte z. T. monatelang auf sein Geld wartet. Idealerweise sollte das Schreiben formlos per Post, Fax oder E-Mail versendet werden. Wichtig: Eine Kopie zu den eigenen Akten legen!

Berufsunfähigkeit melden und nachweisen

Nimmt der Versicherte seine private Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch, erhält er daraufhin zunächst meist einen Beratungsanruf seiner Versicherungsgesellschaft. Der Versicherungsfall tritt dann ein, wenn der Versicherungsnehmer für die Dauer von min. 6 Monate ununterbrochen außerstande ist, seinen Beruf (oder eine alternative Tätigkeit) infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall auszuüben. Der ganze Vorgang muss generell ärztlich nachgewiesen werden. Bei Erkrankungen mit schwer vorherzusehender Entwicklung empfiehlt sich, die Versicherung frühzeitig darüber in Kenntnis zu setzen, um potentiell länger und rückwirkend von den Zahlungen der BU-Versicherung zu profitieren.

Unterlagen vorlegen

Nach der Inanspruchnahme sind dem Versicherer möglichst umfassend alle notwendigen Unterlagen vorzulegen. Dazu gehört u.a. ein Fragebogen zum Gesundheitszustand  mit Angaben zur Berufstätigkeit bzw. alternativer Absicherung bei Invalidität. Als Selbstständiger müssen zudem betriebswirtschaftliche Unterlagen über den Betrieb, Einkommen und ausgeübte Tätigkeit vorgelegt werden (Urteil OLG Köln Az.: 5 U 28/07). Hinzu kommen ärztliche Unterlagen, die von der Versicherung angefordert werden. Hilfsbögen der Versicherungen sowie Verbraucherzentralen unterstützen Versicherte beim Ausfüllen der Fragebögen.

Angaben werden verglichen

Versicherungsgesellschaften vergleichen anschließend die Formulare inklusive der bei Vertragsabschluss gemachten Gesundheitsangaben mit der individuellen Krankengeschichte des Versicherungsnehmers. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, erteilt der Versicherung in der Regel das Recht auf Einsicht in die persönliche Krankenakte. Gesetzliche Krankenkassen sind auch verpflichtet die Krankenakten entsprechend bereitzustellen (Urteil LSG Nordrhein-Westfalen Az.: L 5 KR 153/09). In einigen Fällen wird zusätzlich noch ein Gutachter bestellt, der die Angaben des Versicherten prüft. Solange der Vorgang läuft, ist es ratsam, die Beiträge weiterhin zu zahlen bzw. stunden zu lassen.

Checkliste für das Vorgehen im Falle einer Berufsunfähigkeit

  • Bei Erkrankung frühzeitig melden
  • Antrag schriftlich und formlos stellen
  • Versenden per Post, Fax oder Mail (Kopie erstellen)
  • Unterlagen + ärztliches Attest zusammenstellen
  • Formulare ausfüllen
  • Beiträge ggf. weiterzahlen

Kostenloses Angebot für eine Berufsunfähigkeitsversicherung anfordern

Über das nachfolgende Formular können Sie sich ein kostenloses Angebot für eine individuelle Berufsunfähigkeitsversicherung unterbreiten lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

 

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